Theodosius-Florentini-Schule

Besuch im Zollhaus Zwing

170528 ZwingJeder, der in der Umgebung von Gemünden wohnt oder auf der B 26 unterwegs ist, hat es schon einmal gesehen: das Zollhaus Zwing. Doch – etwas verborgen am Straßenrand zwischen Wernfeld und Gemünden – verrät es nicht gleich, was es verbirgt. Am 17. Mai 2017 durften die Schülerinnen der R 8C das Haus, geführt vom heutigen Besitzer Markus Wessely, erkunden. Begleitet wurden sie von ihrer Klassenleiterin, Frau Dremel, und ihrem Geschichtslehrer, Herrn von Rhein.

Das Haus ist im Kern mindestens 900 Jahre alt, jedenfalls wurde es im 11. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt. Es ist damit älter als die Scherenburg. Damals besaßen es die Herren von Hohenberg (Homburg), denen auch die Burg von Adelsberg gehörte, um an der engen Stelle am Main Wege- und Schiffszoll einzunehmen. Dieses Recht übernahmen dann auch die späteren Besitzer, lange Zeit das Erzstift Mainz, das über Jahrhunderte hinweg mit den Herren von Rieneck und dem Würzburger Bischof um Besitzrechte im Spessart stritt. Die Zollstation war entsprechend ihrem Verwendungszweck zur Festung ausgebaut worden, die Lagerräume und Rückzugsmöglichkeiten bot. Davon erzählen noch heute massive Sandsteinmauern, die möglicherweise auch einige Gefechte zwischen habgierigen Zolleinnehmern und zahlungsunwilligen Handlungsreisenden erlebt haben. Ab dem 16. Jahrhundert wurde das Haus zu einem Repräsentationsgebäude umgewandelt. So entstand die typisch barocke Fensterordnung, die man auch beim Vorbeifahren erkennen kann, sowie das Treppenhaus, das vermutlich vom wohl bekanntesten Baumeister der Epoche stammt: Balthasar Neumann, Architekt der Würzburger Residenz. Aber nicht nur Historisches und kunstgeschichtlich Interessantes bietet das Zollhaus. In den Nebengebäuden hausen zahlreiche Tiere, Siebenschläfer und verschiedene Vogelarten. Manche kleinen Vögel verschwinden scheinbar ohne Wiederkehr im Mauerwerk, andere Tiere verkriechen sich in den zum Teil verschütteten Geheimgängen rund um die alte Festung. Ziegen grasen friedlich auf den Wiesen am Waldrand. Herr Wessely, der das Haus mit seiner Familie bewohnt, hat viel zu tun, alles instand zu halten. Dieser Aufgabe geht er – in seiner Freizeit – sachkundig und mit viel Liebe zum Detail nach. Am Ende ihres Besuchs wurden die Schülerinnen von ihm auch noch im historischen Bogenschießen unterrichtet und bewirtet. – Alle werden sich sicher sehr gern an diese faszinierende Exkursion erinnern und das alte Haus am Straßenrand künftig mit ganz anderen Augen sehen.

Christian von Rhein

14. Juni 2017

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