Theodosius-Florentini-Schule

Tag der freien Schulen - Kommunalpolitikerinnen als Lehrerinnen für einen Tag

200129 TagderfreienSchulen0002Landratskandidatin Sabine Sitter und Bürgermeisterin Zita Baur an der Florentini-Schule

Alle sechs Jahre finden in Bayern Kommunalwahlen statt – 2020 ist es wieder soweit. Am Tag der Freien Schulen nahmen sich aus diesem Anlass die ehemaligen Schülerinnen Sabine Sitter und Zita Baur gerne Zeit, die hoheitlichen Aufgaben von Landkreisen und Gemeinden nicht nur im Allgemeinen vorzustellen, sondern auch aus ihren persönlichen Erfahrungen in der Praxis zu berichten. Ihre Zuhörerschaft bestand aus den Jahrgangsstufen 8 (Gymnasium), 9 und 10 (jeweils Gymnasium und Realschule).

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Robert Wolz folgte zunächst ein einleitender Informationsvortrag zu den grundsätzlichen Abläufen bei der Wahl sowie Aufgaben der Kommunen durch Gerhard Engel (Kreisjugendring), der selbst als Gemeinderat tätig ist. Im nächsten Schritt rief er die Schülerinnen und Schüler dazu auf, ihre Gedanken zu für sie relevanten kommunalpolitischen Themen in Kleingruppen zusammenzutragen. Verschiedene Schülerinnen meldeten sich zustimmend zu der Frage, ob das aktive Wahlalter auf 16 gesenkt werden solle. Als weitere Anliegen wurden die bessere Vernetzung der kommunalen Jugendarbeit und ausführlichere Informationen über deren Angebote, v.a. online, genannt. Außerdem spielten Preise und Angebot des öffentlichen Nahverkehrs ebenso eine Rolle wie der Ausbau von Radwegen, nicht zuletzt auch hinsichtlich des Klimaschutzes.

Nach der Pause stellte sich Sabine Sitter zunächst in ihrer Eigenschaft als stellvertretende Landrätin vor, betonte aber vor dem Hintergrund ihres Werdegangs ihre persönlichen Beweggründe, sich als Kommunalpolitikerin für ihre Mitbürger einzusetzen. Unterstützung erhielt sie von der Elternbeiratsvorsitzenden Zita Baur, die als Bürgermeisterin von Fellen amtiert. Anhand des als „Flüsterpost“ von einer Schülerkette weitergegebenen Satzes „Müll gehört in die Tonne, und zwar in die richtige!“ verdeutlichten sie, dass die in Lokalzeitungen veröffentlichten und in örtlichen Gesprächen kursierenden Informationen mitunter leicht von den ursprünglichen Diskussionen in den Gremien abweichen können.

200129 TagderfreienSchulen0007Selbstkritisch setzte sich Sabine Sitter auf Nachfrage einer Schülerin mit der Haltung der CSU zur Frauenquote auseinander. Sie bedauerte, dass auf der Kreistagsliste der CSU „nur“ 17 statt der angestrebten 20 Frauen kandidieren. Allerdings betonten beide Kommunalpolitikerinnen, dass sich vor allem junge Frauen nicht von der vermeintlichen Männerdomäne Kommunalpolitik abschrecken lassen sollten und man keine spezielle Ausbildung für ein ehrenamtliches Mandat brauche, sondern vor allem Engagement und „gesunden Menschenverstand“.

Im weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde band Sabine Sitter die versammelten Schüler immer wieder ein, da auch sie von den jungen Menschen lernen wolle. Sie berichtete, dass sie auf Drängen ihrer Tochter Milch nun in Glasflaschen statt in Kunststoffverpackungen kaufe. Von Schülerseite erhielt sie die Empfehlung, kommunale Angebote auf Instagram bekanntzumachen. Aufgrund ihres Berufs als Sozialpädagogin (mit Lehrauftrag) zeigte sie besonderes Interesse an den schulischen Angeboten zur Berufsorientierung und Möglichkeiten für Praktika. Schulleiter Wolz dankte den beiden Kommunalpolitikerinnen abschließend für ihren Besuch.

30. Januar 2020
M. Sommer-Fröhlich / M. Götz

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